Mein Yoga Weg: Wie ich zum Yoga kam und zu meiner täglichen Praxis

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Yoga hat sich nicht ohne Grund in unserer Gesellschaft vom spirituellen Außenseiter zum beliebten Entspannungskünstler entwickelt. In der heutigen Zeit, wo wir ständig mit Aufgaben, Einflüssen und Reizen überhäuft sind, suchen viele Menschen den Weg in die Stille und Gelassenheit. Dieser Weg führt immer mehr Menschen auf die Matte – und somit auf ihren Yoga Weg.

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Die Matte ist Sinnbild des Yoga wie die Baum-Position und vielleicht auch das Geheimnis für die wachsende Beliebtheit. Yoga ist vielschichtig und komplex, aber die Ausübung ist so simpel, dass jeder Mensch auf der Welt jederzeit damit anfangen kann. Die Herausforderung liegt nicht wie bei vielen anderen Aktivitäten in dem Material, das ich brauche oder an den erforderlichen Wetterbedingungen.
Beim Yoga liegt die größte Herausforderung in Deinem Inneren. Bist du bereit, dich fernab von Klischees und Vorurteilen darauf einzulassen? Findest du den Yogastil und Lehrer, bei dem du dich wohlfühlst? Kannst du dich von Konkurrenzdenken, Erwartungen und Vergleichen befreien und deinen Blick nur auf dich und deine Fähigkeiten lenken?

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Mein Yoga Weg hat vor etwa 10 Jahren begonnen. Sehr schleppend und langsam mit großen Durststrecken und vielen Annäherungsversuchen. Aber mit der Zeit wurde ich vom Neuling zum Urlaubs-Yogi zur Hin-und-wieder-Yogini und schließlich zur täglich Übenden. Yoga hat mein Leben seitdem unglaublich bereichert und doch habe ich lange gebraucht, um mich voll und ganz auf diesen Weg einzulassen.
Und obwohl mir anfangs vieles sehr fremd und spirituell vorkam, kann ich jetzt nicht mehr leugnen, dass ich durch meine Praxis geistiger Stille, innerem Frieden und einer positiven Lebenseinstellung näherkomme.

Und weil ich immer wieder danach gefragt werde, schreibe ich heute endlich mal die ungekürzte Variante der Geschichte für euch auf. 😉

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Als ich 15 war und auf Kriegsfuß mit meinem Mathelehrer stand, fing meine Mutter an, einmal die Woche mit mir Yoga zu üben. Sie dachte, dass es mich entspannen, meinen Ärger und Unmut besänftigen und mich mehr auf meine Fähigkeiten fokussieren könnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon etwa 10 Jahre eigene Yogaerfahrung und genau diese (und weitere) positiven Effekte bei sich selbst erlebt.
Aus heutiger Sicht überrascht es mich, dass ich mich in diesem Alter schon darauf eingelassen habe – zumindest für eine Zeit lang – und es mir wirklich geholfen hat. Aber wie es in dem Alter so ist, hatte ich nach einer Weile dann doch keine Lust mehr auf Yoga und so kam die erste Durststrecke.

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2015

Etwa drei Jahre später als ich auf Fuerteventura als Segellehrerin im Robinson Club arbeitete, hatte ich meinen nächsten Berührungspunkt. Wenn ich nicht selbst arbeiten musste, konnte ich die Fitnesskurse im Club besuchen und die Yogastunde meiner lieben Kollegin Anna war oft ein schöner Start in den freien Tag.

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2016

Nach zwei Wintern unter der kanarischen Sonne (und nein, so easy peasy beach life mäßig wie es sich anhört war es nicht ;D) fuhr ich mit meinem Ersparten und meinem Fahrrad 5 Wochen an die wunderschöne Algarve und verbrachte dort aus reiner Neugierde und Intuition eine Woche in einem Ashtanga Vinyasa Yoga Retreat.
Dies war meine erste intensive Yogaerfahrung, bei der ich viel Grundlegendes über Ausrichtung und Atem lernte.

Zurück in Deutschland begann ich wenige Monate später mein Studium in Berlin. Und während ich in die Phase der Hin-und-wieder-Yogini überging wurden die Durststrecken kürzer. Ein Jahr lang ging ich zu einen Yogakurs des Unisports, danach gönnte ich mir ab und an eine Stunde bei Spirit Yoga.

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Und irgendwie kam ich so, langsam aber sicher, zu meiner täglichen Praxis, die nun seit knapp vier Jahren ein (fast) unverzichtbarer Teil meiner Morgenroutine ist.

Während ich das hier gerade schreibe, kann ich selbst kaum glauben, dass es schon so lange ist. Doch auch diese Routine kam nicht von heute auf morgen. Sie war und ist ein Prozess: Zu Beginn waren es nicht mehr als 5-10 Minuten und mit den Jahren wurde es mehr. Wenn ich mir morgens die Zeit nehmen kann, wird ab und zu schon mal eine 90-minütige Praxis daraus. An anderen Tagen sind es vielleicht nur 30 Minuten.
Aber es geht nicht um das „wie lange“. Es geht um die Intention, mit der ich morgens auf die Matte gehe und um das Gefühl, das die Praxis bei mir hinterlässt. Dieses Gefühl nehme ich dann mit in meinen Tag. Und genau deswegen liebe ich es besonders, morgens Yoga zu praktizieren.
Der Tag ist dann noch frisch, die Gedanken weniger sprunghaft und ich kann mich auf die Qualitäten fokussieren, die ich auch den restlichen Tag über leben möchte: Gelassenheit, Akzeptanz, Vertrauen, Liebe, Klarheit, Geduld, Lebensfreude und noch viele weitere.

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Ich hoffe, du hattet Freude beim Lesen und vielleicht hat dich mein Yoga Weg ja sogar ein bisschen inspiriert für deine eigene Praxis. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir deinen eigenen Yogaweg in den Kommentaren erzählst (es muss auch nicht so ausführlich werden wie bei mir ;D).

 

2 Comments

  1. Pauline

    28. Dezember 2017 at 12:17

    Eine sehr schöne Yoga Geschichte, die du hier mit uns geteilt hast! Dass du während deines Jobs im Robinson Club die anderen Kurse besuchen konntest ist ja mega praktisch 🙂
    Ein Yoga Retreat, wie du es an der Algarve gemacht hast würde ich auch total gerne mal machen! Ich stelle es mir toll vor sich mit gleichgesinnten auszutauschen und zusammen zu praktizieren 🙂
    Morgens Yoga zu machen, wie du es tust, kann ich mir allerdings nicht so gut vorstellen 😀 Ich bin morgens immer so steif und es tut so so weh, wenn ich da Yoga mache… Ich lockere mich da nur etwas und mache vor dem Abendessen gegen 17 Uhr richtig dehnen und Yoga 🙂 Das finde ich viel besser! Aber jeder wie er mag und wie es sich gut anfühlt 🙂

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    1. Johanna Hector

      28. Dezember 2017 at 21:04

      Liebe Pauline,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich kann dir so ein Yoga Retreat nur empfehlen, gerade wenn du gerne wieder zu deiner Routine zurückfinden würdest. Allerdings ist es gar nicht leicht, das passende zu finden bei der riesigen Auswahl heute wenn man noch keine Yogalehrer kennt, bei denen man sich wohlfühlen.
      Viele Grüße,
      Johanna

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