Gastbeitrag: Winterlicher Pastinakenkuchen von Emilie

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Knapp 3 Jahre schreibe ich diesen Blog nun schon und obwohl ich dadurch ständig viele tolle andere Blog und Blogger-/innen kennenlerne, ist erst heute der Tag für den ersten Gastbeitrag gekommen. Umso mehr freue ich mich, euch jetzt eine ganz tolle Bloggerin und ihr wundervolles Rezept für einen winterlichen Pastinakenkuchen vorzustellen (ja ich weiß, eigentlich sehen wir uns alle schon nach dem Frühling, aber dieses Rezept ist es wert, den Winter noch einmal kurz zu umarmen!).

kuchen 5 von 13 - Gastbeitrag: Winterlicher Pastinakenkuchen von Emilie
Damit ihr Emilie und ihren Blog Emilies Treats gleich ein bisschen besser kennenlernen könnt, habe ich ihr 5 Fragen gestellt, die mich persönlich interessiert haben. Im Anschluss daran gibt es dann das Rezept für ihren Kuchen (minimal von mir abgewandelt) und meine eigenen Erfahrungen beim Nachbacken.

  1. Welche ist deine liebste Mahlzeit und warum?

Meine liebsten Mahlzeiten sind die, die ich komplett für mich selbst, frei und flexibel entscheiden kann. Das ist meist beim späten Frühstück und beim Nachmittagskaffee der Fall. An beiden Zeitpunkten esse ich erst, wenn ich Hunger und Lust habe. Meine Essens-Wahl fälle ich dann tagesabhängig, keiner kann mir da reinreden. Das funktioniert beim Mittagessen und Abendessen nicht, dort habe ich weniger Flexibilität, meistens sind die Mahlzeiten vorgeplant und mein Freund hat ein Wort mitzureden.

  1. Woher kommt deine Leidenschaft für gesundes Essen?

Die entstand während meines Auslandsjahres in Neuseeland. Dort habe ich nicht nur (gezwungenermaßen) angefangen, mich selbst zu versorgen und mehr über mein Essen nachzudenken, sondern habe auch sieben Wochen bei einem Ernährungswissenschaftler gelebt. Ich habe bei ihm so viel Neues erfahren und ausprobiert, dass es mein Denken und meine Beziehung zu Essen vollkommen verändert hat. Seitdem ist jedoch nicht alles gleich geblieben: Ich hinterfrage meine Perspektive auf Essen und Ernährung regelmäßig.

  1. Wie sieht ein Tag bei dir aus, den du völlig frei gestalten kannst?

Witzig, dass du das genau jetzt, eine Woche vor meinem Geburtstag fragst. Der Tag gehört klassischerweise nur mir, ich gestalte ihn mir oft ganz genau so, wie ich es möchte. In den letzten Jahren habe ich meist ausgiebig gefrühstückt, war dann in der Natur unterwegs, habe nachmittags Freunde und Familie zu Kuchen und Kaffee getroffen, mit ihnen etwas unternommen und abends zusammen gekocht. Dieses Jahr gebe ich alle Verantwortung ab und lasse meinen Freund einen Tag organisieren. Ein perfekter Tag enthält für mich auf jeden Fall Essen und Bewegung, ich liebe zum Beispiel auch Yoga für einen guten Start.

  1. Wenn du nur drei Lebensmittel mit auf eine einsame Insel nehmen könntest, welche wären es?

Einen bunten Mix an Hülsenfrüchten (gibt’s so zu kaufen, zähle ich deshalb mal frech als eins), ein gutes Garam Masala und Vollkornnudeln.

Soll ich noch erklären, warum? Na, du hast ja gefragt, also: Salz und Wasser habe ich vor Ort. Genauso gehe ich davon aus, dass ich auf einer einsamen Insel frisches Obst und Kokosnüsse finden werde. Ich bin keine Jägerin, also brauche ich noch eine Protein- und Eisenquelle à Hülsenfrüchte. Nudeln tun der Seele gut und ein gutes Gewürz muss einfach sein!

  1. Wie entstand das Rezept für diesen leckeren Pastinakenkuchen?

Ich wollte einen würzigen Winterkuchen, der locker und saftig schmeckt. Er sollte zum Alltag passen, aber dennoch eine ganz besondere Note haben. Da ich ganz gern Gemüse in Situationen verwende, in denen es vielleicht nicht unbedingt üblich ist, kam mir die Idee mit den Pastinaken. Sie hatten Saison und einen würzigen Eigengeschmack. Mit Möhren funktioniert ein Kuchen ja auch super, warum also nicht ein wenig herumexperimentieren? Das Endergebnis hat mich umgehauen, es zählt zu meinen liebsten Kuchenrezepten.

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Ich freue mich wirklich sehr, dass Emilie so lieb ist, ihr tolles Rezept hier mit mir und euch allen zu teilen. Als ich den Kuchen das erste Mal bei meinen Eltern gebacken habe, waren sie zuerst ziemlich skeptisch. Pastinaken im Kuchen? Ich dagegen war schon im Vorhinein absolut überzeugt von der Idee. Genau wie Emilie dachte ich: Wenn Möhrenkuchen so lecker ist, dann muss Pastinakenkuchen ja auch toll schmecken! Schließlich sind sich die beiden Wurzelgemüse geschmacklich und auch äußerlich recht ähnlich.

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Falls ihr sie tatsächlich noch nie probiert habt: Pastinaken schmecken leicht nussig und süßlich und sind damit quasi die perfekte Kuchenzutat. Sie sind wie Möhren ein bei uns heimisches Herbst- und Wintergemüse, das man bis in den März hinein aus regionalem Anbau zu kaufen bekommen kann. Natürlich sind Pastinaken auch sehr gesund. In ihnen stecken vor allem Vitamin E, Folsäure, Kalium und sogar mehr Vitamin C als in Möhren. Sie sind außerdem leicht verdaulich und schmecken natürlich auch in herzhaften Gerichten wie Suppen oder Pürees sehr gut.

Wie ihr merkt, bin ich schon ein ziemlicher Fan dieser hellen Wurzeln. Und meine Eltern waren nach dem ersten Bissen von diesem Pastinakenkuchen auch überzeugt. 😉

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Winterlicher Pastinakenkuchen 
(mit Orangenbutter)*

220g Dinkelvollkornmehl
50g gemahlene Mandeln/Walnüsse/Haselnüsse
35g Kokosnussraspeln
1 Päckchen/2,5 TL Backpulver
1 TL Zimt
1/2 TL Ingwer, gemahlen oder 1/4 TL Ingwer, frisch gerieben
1/4 TL Muskat
1/4 TL Kardamom
eine Prise Salz
100g Buttermilch
100g Ahornsirup
125g Apfelmark, ungesüßt
3 Eier
100g Butter
200g Pastinake, geraspelt
75g Walnüsse, gehackt

1 EL Butter
3-5 EL frisch gepresster Orangensaft

// Alle trockenen Zutaten (Zutatenliste von Mehl bis Salz) miteinander vermengen.
// Die Butter bei mittlerer Hitze zerlassen.
// Die nassen Zutaten (Zutatenliste von Buttermilch bis Butter) miteinander vermengen und zu den trockenen Zutaten geben. Umrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
// Die Pastinake und die Walnüsse unterheben. Teig in eine hohe Kuchenform geben (21x25x3cm oder eine mittlere Kastenform) und glatt streichen.
// Bei 160°C 35-40 min backen. Ein Holzstäbchen sollte dann sauber herauskommen.
// Für die Orangenbutter die Butter zerlassen und den Orangensaft hinzugeben. Vor dem Servieren über den Kuchen pinseln.

*Ich muss zugeben, dass ich die Orangenbutter aus Faulheit weggelassen habe. Der Pastinakenkuchen war auch so ein Traum. Aber wahrscheinlich schmeckt er mit Orangenbutter sogar noch besser. 😉

Jetzt seid ihr also dran, in den Genuss zu kommen! Lasst euch diesen Pastinakenkuchen schmecken und schaut euch gerne die vielen anderen tollen Rezepte an, die Emilie auf ihrem Blog hat.

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