Warum Zuckerfrei?

Dass Zucker nicht gesund ist, wissen wir mittlerweile. Doch welche Art von Zucker ist damit gemeint? Und was macht den Zucker so ungesund? Stimmt das überhaupt?

Ja, Zucker schadet uns. Die Industrie investiert zwar Jahr für Jahr ein Vermögen, um uns in dem süßen Irrglauben zu lassen, Zucker sei gar nicht so ungesund, aber die ungeschmückte Wahrheit ist: Zucker ist ein Gift, vergleichbar mit einer Droge, die unsere Körperfunktionen beeinträchtigt, uns krank und süchtig macht.

Ich bin wie ihr wisst kein Fan von extrem dogmatischem Essverhalten. Wenn ich auf einer Feier bin, esse ich den zuckerhaltigen Kuchen und probiere auch die Desserts. Und wenn ich Lust auf Schokolade oder Kekse aus dem Supermarkt habe, esse ich die auch ab und zu. Das ist inzwischen aber so selten geworden, dass ich eigentlich gar nicht mehr in Versuchung gerate. Denn allzu oft musste ich schon enttäuscht feststellen, wie wenig Geschmack in diesen ganzen Fertigprodukten steckt. Sie schmecken mir überhaupt nicht mehr – zum Glück!
Ich esse also hin und wieder noch gewöhnlichen Zucker, meide ihn aber so gut es geht. Und die positiven Effekte genieße ich jeden Tag: reinere, strahlende Haut ohne lästige Pickel, ein ruhigerer Schlaf und mit am besten ist das Gefühl, sich gar nicht zum „Verzicht“ zwingen zu müssen, sondern es freiwillig zu tun. Stattdessen genieße ich eine riesige Vielfalt an natürlichen Alternativen, die tausend mal besser schmecken.


Die Versuchung

Ich liebe Süßes. Wie die meisten von uns. Aber meine Liebe hat sich gewandelt.

Ich habe das Glück, dass ich noch nie zu den Menschen gehört habe, die eine ganze Tafel Schokolade oder Packung Gummibärchen auf einmal essen können. Als ich Kind war, gab es bei uns zu Hause immer sehr wenig Süßigkeiten. So hatte ich weniger Möglichkeit, viel zu naschen und geriet seltener in Versuchung als andere Kinder. Statt Nutella gab’s auf meinen Frühstückstoast selbst gekochte Marmelade von meiner Mutter (mit weniger Zucker).
Als Kind mag man das oft ungerecht finden. Heute sehe ich das natürlich anders, denn ich weiß, dass ich großes Glück hatte, erst gar nicht zu sehr an überzuckerte Süßigkeiten gewöhnt zu werden. Trotzdem hatte ich auch damals nie das Gefühl, dass mir etwas Wichtiges entgeht.


Die Sucht

Es gibt ja immer genug Gelegenheiten, wo Kinder Süßes bekommen und die Industrie tut alles Mögliche und Unmögliche, um die Kleinen von Geburt an der Zuckersucht auszuliefern. Das ist nicht übertrieben, denn Zucker macht süchtig, einige Wissenschaftler vergleichen seine Wirkung mit der von Drogen – inklusive Entzugserscheinungen. Und das nicht ganz zu Unrecht, denn ähnlich wie viele Drogen gibt uns die Aufnahme von Zucker einen gewissen Rausch: wir fühlen Glück, Belohnung und Genuss. Und dann wollen wir mehr.

Wenn wir nicht mehr bekommen, gibt es sogar Anzeichen von Entzug. Diese treten in Form von Kopfschmerzen, Gereiztheit, fehlender Konzentration und körperlicher Unruhe auf.
Geben wir dem Verlangen aber immer wieder nach, kann es bei übermäßigem Konsum zu Krankheiten wie Diabetes und Krebs führen. Das Herz, unser Immunsystem, Darmflora und Zähne werden vom Zucker angegriffen, sodass wir generell anfälliger für Krankheiten werden. Auch Schlafstörungen, unreine Haut und Heißhunger (auf Süßes) sind häufige Folgen.


Die Gewöhnung

Das Schlimme ist, dass wir durch den Großteil der Produkte, die im Supermarkt angeboten werden schon so sehr an den Zucker gewöhnt sind, dass wir uns unserer Sucht gar nicht bewusst werden. Ständig ist er verfügbar und ob wir wollen oder nicht, nehmen wir ihn über die Nahrung auf, es sei denn, wir achten penibel auf Zutatenlisten und meiden jegliche Fertigprodukte. Nur als Beispiel: 1 EL Ketchup enthält bis zu 1,5 Stück Würfelzucker. In Senf, Essiggurken, Salatsoße, Pizza, Apfelmus, Gewürzmischungen, Chips, Tütensuppe, Wurst, Fruchtjoghurt und noch unzähligen weiteren Produkten stecken erschreckende Mengen an Zucker.


Die Entwöhnung

Wie heißt es so (un)schön: aller Anfang ist schwer. Aber es ist machbar! Und von Tag zu Tag wird die Zucker-Entwöhnung leichter.
Wichtig ist, die Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu reduzieren. Dazu ist es nötig, den einfachen raffinierten Haushaltszucker zu meiden, denn dieser treibt den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe und lässt ihn danach ebenso schnell wieder fallen. Die Folge sind Heißhungerattacken und noch mehr Lust auf Süßes.
Zucker in natürlicher Form, wie er in Obst vorkommt, geht auch ins Blut, wird aber vom Körper langsamer verstoffwechselt, da er in Verbindung mit gesunden Nähr – und Ballaststoffen aufgenommen wird.
Je länger ihr das durchhaltet, desto weniger Verlangen nach typischen Süßigkeiten werdet ihr haben. Ein guter Trick ist, die Lust auf Süßes mit Trockenfeigen, Rosinen, Datteln, Bananen und ähnlichen natürlich süßen Lebensmitteln zu stillen. Die schaden unserem Körper nicht, denn sie liefern viele Nährstoffe und Energie, die der Körper umwandeln kann. Außerdem sättigen sie gut und lange, ganz im Gegensatz zu hochverarbeiteten Fertigprodukten wie Supermarkt-Keksen und Co.
Mit der Zeit schmecken einem diese Produkte dann gar nicht mehr. Auffällig wird das z.B. beim früheren Lieblings-Fruchtjoghurt. Der schmeckt auf einmal übertrieben süß und die Aromen kommen und unnatürlich vor. So lange, die Geschmacksnerven allerdings an den vielen Zucker und die künstlichen Aromen gewöhnt sind, können wir die natürliche Aromavielfalt gar nicht so intensiv schmecken. Zum Glück stellt sich der Geschmackssinn aber mit der Zeit um und bewahrt euch nach ein paar Wochen automatisch vor den industriellen Zuckerfallen.


Die Alternativen

  • Natürliche Süße: frisches Obst, Trockenfrüchte
  • Natürliche Süßungsmittel: Honig, Ahornsirup, Reissirup, Dattelsirup
  • Süßungsmittel aus Zuckeralkohol: Erythritol, Xylit, Sorbit, Isomalt
  • Chemische Süßungsmittel: Aspartam, Cyclamat

Wer mehr über die einzelnen Alternativen und ihre Vor – und Nachteile, sowie das Zucker-Thema im Allgemeinen wissen möchte, dem kann ich diesen Blog empfehlen.

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